"Klirrenden Ketten"     Photo & Copyright Konzertdirektion Landgraf
"Klirrenden Ketten" Photo & Copyright Konzertdirektion Landgraf

Am 28. November feiert das Musical STILLE NACHT, EIN LIED GEHT UM DIE WELT vor der mittelalterlichen Festung Kufstein, im Ambiente des wunderschönen "Kultur Quartier", seine Weltpremiere.

 

Die Todesanzeige des Joseph Mohr inspiriert den Bauer aus einer gemeinsamen Vergangenheit heraus zu erzählen, wie es damals 1818 war. So schlüpfen zwei der Söhne des Bauern in die Rollen des Joseph Mohr und Franz Gruber, und vor unseren Augen entsteht ein Sittengemälde jener Zeit, das in seinen gesellschaftlichen Umbrüchen, Verwerfungen so viel mit dem Heute zu tun hat. Eine kaputte Orgel, ein engagierter Hilfspfarrer, dem das persönliche Schicksal einer Bauerstochter die berühmtesten weihnachtlichen Liedzeilen der Welt in den Mund legte. Stille Nacht…

 

 

Nachdem dem Theaterregisseur und Autor Claus J. Frankl bekannt war, dass 2018 das

 

bekannteste Weihnachtslied der Welt seinen 200ten Geburtstag feiert, war es nicht jene aufregende

 

Zeitepoche, die ihn im ersten Moment zum Dramatisieren des Stoffes anregte, nein, es war

 

vielmehr das Lied selbst, Stille Nacht. Dann aber, bei näherem Betrachten und Einlesen in die

 

spärlichen Zeitdokumente jener Zeit, entflammte bei Frankl ein inneres Szenario, das den Hilfspfarrer

 

Joseph Mohr in eben jenen Zeiten revolutionär-demokratischer Strömungen zeigt und dem Entgegen

 

das wehrhafte Bewahren von monarchistischen, klerikalen Strukturen. In den durch die

 

Napoleonischen Kriege verelendeten Menschen und Regionen, in ihrem existentiellen Kampf auch in

 

persönlichen Konflikt des Glaubens, beschreibt sich ein raffiniertes Stück Theatergeschichte. Es ist

 

Frankls persönliche, enge Beziehungen zum Musiktheater, die ihn inspirierte, ein Musical zu

 

schreiben, welches ihm gleichzeitig die Möglichkeit einräumte, eine freie, fiktive Geschichte um reale

 

Gegebenheiten zu erzählen und diese zugleich in ein Musik dramatisches Werk zu binden, das sich aus

 

einer traditionellen, regionalen Stubenmusik bis hinein in heutige Musicalkomposition beschreibt.

 

 

 

Gemeinsam mit der Lyrikerin Petra F. Killinger und dem Komponisten Thomas E. Killinger schuf er

 

ein Werk, dem sich der Theater Impresario Joachim Landgraf spontan annahm und das jetzt am 28.

 

November 2018 seine Uraufführung in Kufstein erlebt.